Bali Nyonga
6.4.2010
Nach dem Frühstück musste Gregory sein Auto zur Reparatur nach Bamenda bringen. Wir nutzten währenddessen die Zeit, um im Internetkaffee unsere Mails zu lesen oder die neuen Geschichten online zu stellen. Am Nachmittag kamen Louh und Tineke aus Foumban, um die Hilfsgüter für Ihre Schule abzuholen. Wir freuten uns riesig, dass Schwester Evelyne extra wegen uns nach Bali angereist kam, um uns doch noch persönlich zu sehen. Sie ist seit Weihnachten in Kumbo stationiert. Wir plauderten gemeinsam mit ihr über unsere Erlebnisse in Mayo Darle und was seit 2006 alles geschehen ist, seit wir sie kennen. Die zwei Kids, die im Konvent mit den Schwestern wohnen, erhielten von uns Fahrunterricht auf ihren Fahrrädern. Plötzlich schlug das Wetter um. Schwarze Wolken standen am Himmel und im Nu schüttete es, was das Zeug hielt. Alle Menschen, die sonst bei ihren Marktständen oder sonst im freien Sitzen, waren unter Dächer verschwunden und Bali war plötzlich fast wie ausgestorben. Der Sturm fegte über die Stadt hinweg und der starke Regenfall kam von allen Richtungen. Als der Regen aufhörte, begannen wir, im Container Ordnung zu schaffen. Was war noch übrig? Wohin wollten wir es bringen? Die Zeit war viel zu kurz gewesen, um all die vielen verschiedenen Güter zu verteilen. Unser Ashia-Mitglied Gregory wird den Rest für uns verteilen und Fotos für die Spender knipsen. Ein letztes Mal konnten sich die Kinder, die jeweils neugierig um den Container standen, sich über ein Geschenk freuen. Hefte, Stifte und Radiergummis für die Schule wurden durch uns verteilt.
Extra von Tatum angereist kam ebenfalls Schwester Bernadette. Leider konnten wir auch sie nicht mehr persönlich besuchen und sie wollte sich bei uns nochmals in aller Form bedanken. Als Geschenk von ihr und ihren Angestellten erhielten wir drei alle ein traditionelles Kleid. Wir zogen es gleich an uns knipsten Erinnerungsfotos. Sie erzählte uns, wie sehr sie und ihre Angestellten in Tatum sich über die Güter gefreut haben.
Im Konvent brachten wir die Mikrowelle. Was für ein modernes Gerät! Die Schwestern flippten fast aus, wie schnell sie nun warme Mahlzeiten oder heissen Tee zubereiten können. Es war der letzte Abend, den wir bei den Schwestern verbrachten. Schwester Anna hielt eine Abschlussrede. Sie bedankte sich bei uns und bei all unseren Spendern für alles, was wir für Kamerun und die Kinder tun. Wir wurden reichlich mit Kaffee und Tee beschenkt.
Frühzeitig gingen wir ins Zimmer zurück, um unser Gepäck für die Abreise am anderen Tag bereit zu machen. In der Nacht fiel erneut starker Regen und ganz Bali freute sich, dass endlich der langersehnte Regen gekommen war und die Saat nicht vertrocknet war.