Mayo Darle Foumban Bamessing Bamenda Bali Nyonga (340 km)
5.4.2010
Nach der Tagwache um 5.30 Uhr packten wir ohne Strom im Dunkeln unsere 7 Sachen (oder ein paar mehr...) und machten uns für die Rückfahrt bereit. Nach dem Frühstück packten wir all unser Gepäck sowie Hilfsgüter auf das Auto und starteten um 7 Uhr los in Richtung Süden. Es war so früh am Morgen noch richtig kühl und wir trugen unsere Pullover. Das Thermometer zeigte nur 14 Grad (am Tag jeweils schätzungsweise 35 bis 38 Grad). Trotz frühen Morgenstunden waren schon einige Menschen unterwegs. Auf dieser Strecke hatten wir noch weitere Fotos abzugeben, weshalb wir da und dort anhielten und die Bilder verteilten.
Der Himmel war bewölkt und die Sonne kam zum ersten Mal nicht durch. So war es zum Reisen an diesem Morgen noch angenehm kühl und nur die Holperpiste erschwerte die Fahrt. An den Strassenrändern auf dem Adamaoua-Plateau sahen wir erneut die vielen Termitenhügel. Frauen liefen zu Fuss mit Töpfen auf den Köpfen zum Markt. Milch oder Früchte gab es im Angebot. Wie schon auf der Hinreise war es staubig und trocken. Um nicht allzu spät am Ziel anzukommen fuhren wir mehr oder weniger direkt Richtung Bali-Nyonga.
Bei einem Halt um die Beine zu Vertreten sahen wir im Busch ein Chamäleon, welches wir begeistert etliche Male fotografierten. Es schien ziemlich überrascht zu sein und lief zuerst ganz langsam weiter und hatte vermutlich vergessen, seine Farbe zu wechseln, damit wir es nicht sehen würden ;-) Wir folgten ihm ins Gebüsch und knipsten Fotos, was das Zeug hielt. Seine Augen verfolgten uns, was uns noch mehr faszinierte. Augen, die im 360°-Winkel gucken können...
Als wir so fuhren und aus dem Fenster guckten, sahen wir hier und dort spannende Dinge, obwohl wir mittlerweile schon zum 6. Mal in Kamerun waren. 4 Männer auf einem Mofa fahrend, ein Schaf auf der Fahrkabine eines fahrenden Lastwagens, Strassenreparatur auf Kamerunisch, Märkte mit riesigem Gewühl, Stau in Bamessing (wo jeder drängelt, wie und wo es nur geht), Viehherden auf dem Weg zum Kuhmarkt, wunderschön blühende rosa-weisse Trompetenbaum-Büsche und und und... wenn man die Augen offenhält, ist hier jede Fahrt unterhaltsam und spannend.
Nach einem Halt für ein Getränk erreichten wir nach rund 9 1/2 Stunden unser Tagesziel Bali-Nyonga. Wir fuhren direkt zum Compound, um uns mit einer Dusche vom Staub der Reise zu befreien. Danach hiess es, für die Zuhause-Gebliebenen die neusten Bilder und Geschichten ins Web zu laden, Abendessen und schon bald Nachtruhe nach der langen Reise. Wir freuten uns sehr, als wir im Internetkaffee bereits unsere Computer in Gebrauch vorfanden.