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Kamerun Reisebericht Cameroon

Mayo Darle – Toukourova – Mayo Darle (104 km)


4.4.2010

An diesem Morgen wussten wir nicht so recht, ob wir wirklich weiterreisen sollten oder nicht. Silvia ging es noch immer schlecht und auf Rat des Doktors und der Schwestern blieben wir einen Tag länger in Mayo Darle. Silvia sollte sich erst richtig auskurieren, bevor wir die heisse und holprige Piste zurück fahren mussten. Felix war ebenfalls noch ziemlich müde und legte sich nach dem Frühstück nochmals hin.

So fuhren Gregory und ich alleine auf einen kurzen Tagesausflug, um für seinen Shop Honig einzukaufen. An diesem Ostersonntag war Markt in Toukourova. Ungefähr 30 km Richtung Banyo fuhren wir auf der Holperpiste Richtung Norden. Unterwegs waren schon diverse Menschen auf der Strasse. An einigen Orten hielten wir an, um Kids für den nächsten Kalender zu fotografieren. Wie überall sind auch in dieser Region die Menschen super freundlich und winken immer von allen Seiten. So lernte ich auf dem Weg ein paar Wortfetzen in Fulbe, damit ich mich wenigstens mit ihnen verständigen konnte. «Hallo, wie geht’s, schau her, lächle, danke, wohin gehst du?» So war jeweils ein kleiner Smalltalk möglich. Einige Kinder, die zur Schule gehen, konnten Französisch oder selten sogar auch Englisch.

Der Honigverkäufer auf dem Markt in Toukourova war nicht aufzufinden. Ein Bursche sagte uns, er sei in der Kirche. So fuhren wir zur kath. Kirche und warteten, bis die Messe zu Ende war und der Verkäufer heraus kam. Die kleine Kirche mitten im Nichts war ziemlich voll. An diesem Ostersonntag war eine Heirat und die Braut war wie bei uns in weiss gekleidet, was mit ihrer schwarzen Haut ein tolles Bild abgab. Nach dem Ende der Messe fuhren wir gemeinsam mit dem Verkäufer zu seinem Shop und kauften den Honig ein.

Auf dem Rückweg sahen wir wiederum viele Leute in Richtung Markt gehen. Ziemlich alle sind mehrere Stunden zu Fuss unterwegs. Deshalb fängt der Markt erst um 15 Uhr nachmittags an, weil vorher niemand hier sein kann. Trotzdem waren um die Mittagszeit schon die ersten Verkäufer aktiv, hatten Kleider am Boden ausgelegt oder liefen mit Seifen oder anderen Alltagsgebrauchsgegenständen auf dem Kopf herum.

Gegen frühen Nachmittag waren wir zurück im Spital. Zu dritt genehmigten wir uns im Dorf eine Erfrischung und vertrieben die Zeit mit den Kids um uns herum. Sie hatten Spass an unseren Spielen oder Schunkelliedern und schon bald war es Zeit fürs Nachtessen, welches wir glücklicherweise wieder in versammelter Mannschaft inklusive Silvia einnehmen konnten. Danach legten wir uns früh schlafen, um für die Weiterreise um 6 Uhr morgens fit zu sein.


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