Bali Nyonga Bafut Bossa Bali Nyonga (100 km)
26.3.2010
Nach dem Frühstück besuchten wir zuerst die Schule, deren Vertreter am Vortag bereits die Schreibblocks abgeholt hatte. Es war der letzte Schultag vor Ostern und wir hatten Glück, dass die Kinder noch nicht in die Ferien gegangen waren. Etwa 600 Kids begrüssten uns auf dem Hof der «Gouvernement Technical School». Wir hatten zusätzlich eine grosse Schachtel mit 1000 Bleistiften mitgebracht sowie 120 Taschen für die Lehrer sowie für die besten Kinder aller 24 Klassen. Die Kinder standen ordentlich in Reih und Glied und lauschten dem Schuldirektor, der ihnen erklärte, wer was erhalten wird und dass wir noch Erinnerungsfotos knipsen würden. Sie jubelten vor Freude, als sie sahen, dass wir ebenfalls 3 Fussbälle mitgebracht hatten. Die Schreibblocks waren bereits verteilt worden (Bild oben rechts), die Bleistifte wurden nun durch die Lehrer an die Kids verteilt. Unzählige strahlende Gesichter schauten uns entgegen und wir freuten uns für sie, dass unsere Güter einen tollen Platz gefunden hatten. Eine Schülerin sprach im Namen aller Schüler und bedankte sich für alles. Nach gemeinsamen Gruppenfotos verabschiedeten wir uns und fuhren zurück zum Container.
Dort beluden wir unser Auto mit Hilfsgütern für das Spital in Bafut. Leider fand nicht alles Platz und wir überluden das Auto fast komplett. Der Weg nach Bafut ist auf den letzten Kilometern nicht mehr geteert. Glücklicherweise verloren wir nichts. Rollstühle, Krücken, Tragbarren, Wassersäcke, Tücher, Bettbezüge, Nachttöpfe, Bandagen u.v.m. fanden den Weg ins Spital. Diverse Schachteln hatten wir mit im Gepäck. Nach rund 1,5 Stunden erreichten wir Bafut. Altbekannte Gesichter der Schwestern begrüssten uns herzlich. Sie freuten sich, uns bereits wieder zu sehen und die vielen Spenden entgegen nehmen zu dürfen. Im Büro der Oberschwester Priska zeigte sie uns erneut Fotos von Kindern aus dem Norden, die dringend eine Operation benötigen. Kinder, deren Beine gänzlich verkrümmt sind und die nicht aufrecht stehen oder gehen können. Schlimme Bilder von wirklich armen Kindern, die dringend Hilfe benötigen. Wir hoffen, mit einem neuen Projekt, das wir vor unserer Abreise in Angriff genommen haben, Unterstützung für diese Kinder zu erhalten.
Die Zeit war kurz und wir hatten noch etliches auf dem Programm. So mussten wir auf ein Getränk oder gemütliches Beisammensein verzichten, um die Rückreise anzutreten. Zurück über die holprige Piste, danach via Bamenda nach Bali-Nyonga. Dazwischen eine kühle Erfrischung in Bamenda. In Bali-Nyonga angekommen war es schon spät geworden. Viel Zeit blieb nicht mehr und wir waren ziemlich müde. Wir mussten uns zuerst ein wenig Pause gönnen, bevor wir das Auto nochmals beluden und um 17 Uhr ins Waisenhaus nach Bossa fuhren. Hilfsgüter für die Waisenkinder und deren Betreuer (Spielzeug, Schreibzeug, Wassersäcke, Werkzeug, Luftballons, Kinderbettchen, Kleider, Moskitonetze und Plüschtiere u.v.m.) sowie ein Fahrrad für alle gemeinsam hatten wir mitgebracht. Schon als unser Auto auf den Vorplatz fuhr, sangen die kleinen Kinder für uns. Alle wuselten um uns herum und halfen beim Abladen des Autos. Mother Grace (die 80-jährige Leiterin des Waisenhauses) begrüsste uns. Auch wenn sie schon wieder vergessen hatte, wer wir sind, weil sie nicht mehr ganz die Jüngste ist, freute sie sich über unseren Besuch. Wir erklärten alle Güter und knipsten Erinnerungsfotos und Fotos für die Spender. Schon sehr schnell war es dunkel geworden und wir nahmen die Rückfahrt in Angriff. Die Holperpiste ermüdete uns ziemlich. So fuhren wir nur noch ins Zimmer und gönnten uns eine Dusche, bevor wir uns zur Schreibarbeit zurückzogen und danach bald einmal schlafen legten.