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Kamerun Reisebericht Cameroon

Zürich – Paris – Douala


25.12.2009 (reine Flugzeit total etwa 7 1/2 Stunden)

Früh am Morgen verliessen wir die regnerische und kalte Schweiz Richtung Flughafen. Voller Vorfreude blickten wir auf unsere 5. Spendenreise, welche vor uns stand. Der zweite Hilfsgütercontainer war vor Ort, wir konnten also gleich loslegen, sobald wir vor Ort sind.

Der Flug via Paris nach Douala verlief problemlos und mit ein wenig Verspätung, wie es meistens so läuft, erreichten wir das schwüle Douala. Es war mittlerweile 21 Uhr geworden. Trotz später Stunde drückte die Hitze. Wir schlängelten uns durch die Gelbfieberkontrolle und Passkontrolle und warteten später im einzigen und gänzlich überfüllten Gepäckausgaberaum auf unsere Koffer. Wir immer waren wir mit extrem viel Gepäck gereist; wichtige Dinge, die sofort vor Ort gebracht werden mussten. Zum Beispiel etliche Päckchen Antibiotika für ins Spital oder jede Menge nagelneuer wunderbarer Schweizer Sackmesser. Weil wir so viel Gepäck hatten, und teilweise Koffern ohne Rollen, waren wir froh um die Hilfe eines jungen Burschen, der uns mit einem Gepäckwagen helfen wollte. Erst als wir alle Koffer hatten und damit durch die Kontrolle wollten, bemerkten wir unseren entscheidenden Fehler. Bisher hatten wir uns jeweils einfach durchgezwängt, ohne gross aufzufallen. Das war dieses Mal nicht möglich. Der Bursche steuerte genau auf die Gepäckkontrolle zu und im Gewühl der Masse sahen wir keine bessere Lösung, wie wir schnellstmöglich der Kontrolle entkommen konnten. Der Gipfel war dann, als er von uns 50 Euro wollte, weil wir 4 Gepäckstücke hätten. Nach dem wir ihm mehrmals zu verstehen gaben, dass wir nicht zum ersten Mal hier sind und die Regeln kannten, gab er klein bei. Er hatte gemerkt, dass wir keine Neulinge sind, die man abzocken kann. Ich versuchte, mit den Koffern, die Rollen hatten, an der Kontrolle vorbei zu zwängen. Zwischenzeitlich musste Felix ein Gepäckstück auf das Kontrollband legen. Glücklicherweise war es genau das, in welchem unsere privaten Kleidungsstücke waren und wirklich sonst nichts Interessantes, was man verzollen müsste oder was für die Kontrollstelle ein wenig zweifelhaft wäre. Ich hievte meinen Koffer schleunigst nach draussen, wo bereits Gregory wartete und den Koffer schnappte und verschwand. So kam ich mit zwei Koffern um die Kontrolle, musste nur ein paar nervige Fragen beantworten und die anderen beiden Gepäckstücke kamen sobald ohne weitere Kontrollen oder Schmiergelder dank Felix an der Kontrolle vorbei.

Puh, was für eine Hektik. Wie immer begann die Einreise am Flughafen ziemlich turbulent. Hunderte Menschen vor der Tür warteten auf ihre Angehörigen und alle wollten nur noch eines: schnellstmöglich nach draussen.

Draussen hatten wir endlich Zeit für die Begrüssung und machten uns gleich auf den Weg Richtung Übernachtungsplatz. Ausser am Flughafen schien Douala bereits zu schlafen oder noch in Weihnachts-Zeremonien zu sein. Es lief nicht viel. Für einen Schlaftrunk fuhren wir weiter in die Deutsche Seemannsmission. Dort verabredeten wir uns zu später Stunde noch mit Fred-Eric, welcher ähnlich wie wir eine Hilfsorganisation für Kamerun hat. Mit ihm gab es ein interessantes Gespräch, welches wir später einmal hier vor Ort noch fortsetzen werden. Fred-Eric wohnt in Deutschland, ist Kameruner und hat seit ein paar Jahren vor Ort schon viel bewirken können. Ähnliche Projekte, gleiche Fragen und Überlegungen.

Danach legten wir uns früh schlafen, denn am anderen Morgen um 7 Uhr wollten wir bereits die Weiterfahrt Richtung Norden und Richtung Container in Angriff nehmen.



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