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Maroua Kamerun Reisebericht Cameroon

Maroua – Garoua – Ngaoundéré (479 km)


6. Januar 2007

An diesem Tag sind wir wieder früh am Morgen losgefahren. Zum ersten Mal war das Wetter nicht so gut. Es hatte dicken Nebel mit sehr viel Staub in der Luft und die Sicht war extrem schlecht.

 

Trübes Wetter......und sehr schlechte Strasse.


Unterwegs in Garoua war Rindermarkt und wir haben bei der Vorbeifahrt gesehen, wie die Menschen scharenweise hingehen und sich versammeln.

 

Irgendwo haben einige Männer Erdnüsse geschält. Sie haben von Hand mit Holzgeräten gearbeitet und das Ganze hat geschickt und raffiniert ausgeschaut.

 

Ernüsse werden geschält.Nicht ganz ungefährlich: riesiges Buschfeuer.


 

Meterhohe Flammen züngeln gegen den Himmel.


Plötzlich war am Strassenrand ein riesiges Buschfeuer! Es ist uns sehr nahe gekommen und ich bin sehr erschrocken. Meterhohe Flammen züngelten gegen den Himmel. Wir sind mit dem Auto aus der Gefahrenzone gefahren und haben von dort aus fotografiert. Im Nu hatten wir etliche Vierbeiner im Auto, weil wir die Türen offen gelassen hatten. Grillen, Heuschrecken und anderes kleines Ungeziefer flüchteten vor dem Feuer. Als der Wind in das Feuer kam haben wir uns schleunigst aus dem Staub gemacht, das war uns doch zu gefährlich.

 

Wir mussten wieder die «Todesstrasse» der Esel passieren und leider lag erneut ein platt gefahrener Esel auf dem Asphalt. Ein schlimmer Anblick, wir haben dieses Mal schnell weggeschaut. Es wundert mich auch nicht, hier wimmelt es von Eseln und Zwergziegen und manchmal stehen sie wirklich sehr dämlich mitten auf der «Autobahn» herum. Wenn dann die LKWs und Autos mit 100 km/h daherdonnern, ist es schnell passiert.

 

Etwa 110 km vor Ngaoundéré haben wir in Dogba einige Äffchen im Gebüsch entdeckt. Da wir noch ältere Orangen mit dabei hatten, warfen wir ihnen etwas aus dem Autofenster zu und im Nu kam ein halber Affenwald auf die Strasse, etwa 20 Stück jeden Alters und Mütter mit Babys. Einer davon ist uns noch lange Zeit hinterher gerannt, um eine Orange zu ergattern.

 

Eine willkommene Abwechslung für die Paviane: unsere übriggebliebenen nicht mehr so frischen Orangen.


Wir haben auch auf diesem Weg immer wieder angehalten und kleine Geschenke verteilt. Zum Teil war es extrem, wie viele Hände man plötzlich im Auto hatte, wenn man etwas verteilt hat. Doch die Kinder hätten niemals einfach so etwas herausgenommen. Sogar leere Wasserflaschen werden mit leuchtenden Augen in Empfang genommen, dann haben sie wieder neue Behälter.

 

Glückliche Kindergesichter für ein Plüschtier oder leere Wasserflaschen.Der Bach ist nur noch ein kleines schmutziges Rinnsal.


Von Maroua bis Garoua hat die Strasse extrem viele zum Teil riesige Schlaglöcher. Eine Fahrt ohne Auf und Abs und Hin und Her ist unmöglich. Es heisst, den besten Weg zu finden. Ab Maroua wird die Strasse sehr viel besser. Nach 500 km haben wir unser Tagesziel Ngaoundéré erreicht.

 

Schwierig zu befahren ist die sehr löchrige Strasse.


Wir haben im Hotel Transcam noch etwas gegessen und mussten uns leider von unserem Fahrer Gregory verabschieden. Wir haben einen guten Freund gefunden und er war wie ein grosser Bruder für uns während der ganzen Zeit und hat immer auf uns aufgepasst und uns Land und Leute näher gebracht. Wir hoffen, er hält das Versprechen und besucht uns in der Schweiz. Wir haben gegenseitig noch Geschenke ausgetauscht und ihm noch sehr lange nachgewunken...

 

Als wir im Hotel duschen wollten merkte ich, dass kein warmes Wasser aus dem Hahn kommt. Als ich an der Rezeption fragte, gab man mir einen anderen Zimmerschlüssel, einige Türen weiter hinten. Ich solle dort mal schauen, ob warmes Wasser kommt. Tatsächlich, dort war alles bestens und so packten wir wieder alles zusammen und zügelten unser Zimmer, mit einem erstaunten Schmunzeln im Gesicht.

 

Am kommenden Tag wollten wir unsere handgeschriebenen Zettel in ein Zugbillet umtauschen gehen und am Abend nach Yaounde losfahren.



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